Nach etwas laengerer Pause wieder ein update!

 

In unserem Center ist eine Menge passiert seit Anfang des Jahres:

Unsere ehemalige Praktikantin Elisia hat seit Beginn des Jahres eine Festanstellung für das laufende Jahr bekommen und wir sind sehr froh, unsere Kinder in ihrer Obhut zu wissen. Im März hat Tia unser Team erweitert und arbeitet halbtags im Center. Andrea, unsere Jahrespraktikantin, wird uns Ende Juli leider schon wieder verlassen, aber bis dahin hat sie noch eine Menge geplant mit den Kindern. (Dazu mehr in einem der folgenden Berichte). Weitere Praktikantinnen sind seit Beginn des Jahres zu uns gestoßen, wieder nach Hause gereist oder bleiben noch ein paar Wochen.

Zurzeit besuchen neun Kinder das Center. Nach einigen Beobachtungswochen mit Kindern unterschiedlicher Behinderungsarten, mussten wir aufgrund diverser Umstände einige Kinder in die Early Intervention Session verweisen, da sie sich noch nicht in das Center einfügen konnten.

Des Weiteren hat unser Elterntraining in diesem Jahr stattgefunden. Über das Thema „normale Entwicklung“, Spielen, Wahrnehmung, Hygiene und vieles mehr  wurde und wird nicht nur referiert, sondern die Eltern, Großeltern und Interessierten durften und dürfen selber die Stufen der Entwicklung in gemeinsamer Arbeit und im Spiel zusammenfügen. Weiter Trainings sind für Mai, Juni, August und September geplant

Einige erfreuliche Nachrichten haben sich seit Beginn des Jahres ereignet. Meine Kollegin Sandra ist im Februar aus ihrem Mutterschutz zurückgekommen und ich bin Mama einer gesunden Tochter geworden und bin seit Mitte Mai wieder im Center tätig wo mich mein kleiner Sonnenschein jeden Tag begleitet. Mujame ist im Februar zum zweiten Mal ein stolzer, großer Bruder geworden. Der Mutter und der kleinen Schwester geht es prächtig.

Auch Iyaloo reiht sich in die Reihe der Geschwister ein. Sie hat Ende Februar eine kleine Schwester namens Nelly bekommen. Jeden Morgen betritt eine sichtbar erschöpfte Mutter unser Center, da sie mit Iyaloo (7 Jahre alt, wird aufgrund ihrer Behinderung auf dem Rücken der Mutter getragen) die Strecke von zu Hause bis zum Center zu Fuß zurücklegt und weiß, dass ihr Baby alleine in der Hütte liegt und wartet, dass sie so schnell wie möglich zurückkommt. Aber auch Nelly wächst und gedeiht prächtig und Iyaloo ist sichtlich stolz auf ihre kleine Schwester.

Auch Tuufilwa darf sich zu den Kreis der stolzen großen Schwestern zählen.

Ende April hat sich die Kleine Nally dazu entschlossen auf die Welt zukommen.

Naly
 

Als wir den Anruf der Mama erhielten packten wir schnell eine ganze Bananenkiste voller Babysachen, Decken, Handtücher und Mützen ein, kauften Trinkflaschen, Säuglingsnahrung und eine Taschenlampe.

Da die Umgebung und die Lebenssituation der Mutter nicht die schönste und stabilste ist, machen wir regelmäßige Hausbesuche um die kleine Familie so gut wie möglich zu unterstützen.

Einen Tag später machten wir dann gleich unseren ersten  Hausbesuch,  wir trafen die Mutter, Tuufilwa und die kleine Nally eigentlich in einem einigermaßen stabilen Zustand an. Nur was die Mutter schon am Telefon verlauten ließ, bestätigte einmal mehr unsere Befürchtungen. Nally wurde mit einem Geburtsgewicht von 1800g und 41 cm geboren. Ein winzig kleines Etwas lag da auf unseren Armen, gerade einmal 5 Tage alt, mit einem völlig verklebten Auge, einem Nabel der gerade beim Öffnen der Windel abfiel und einer Mutter, die gerade mal zwei Strampler und drei Hosen besaß.

Daher waren unsere Spenden genau richtig

.Naly and Anita

     

 Die Mutter kümmert sich um die Kleine und Tuufilwa so gut sie kann. Am darauffolgenden Wochenende machte ich wieder einen Hausbesuch mit unserer Kollegin Tia. Wir konnten zum Glück feststellen das sich das Auge von Nally verbessert hat sie hatte sogar beide Augen offen und schaute uns mit ihren großen braunen Kulleraugen entgegen.

Ich organisierte Windeln für die Nally und wir werden die Mutter weiterhin mit Babynahrung und Windeln unterstützen. Unser Ziel ist es das die Kleine Nally schnell an Gewicht zunimmt und Reserven aufbaut, da der Winter schon fast hier ist und es sehr kalt in der Blechhuette wird.

Den Schlafsack und die Kleidung die wir Ndahafa für ihren kleinen Sonnenschein mitgebracht haben verwendet sie und ist sehr dankbar dafür.Uns ist bewusst dass wir eine gewisse Abhängigkeit schaffen aber leider gibt es hier keinerlei Unterstützung für diese kleine Familie.

Die kleine Nally kann nichts dafür wo und in welchem Umfeld sie geboren wurde, wir können sie nur unterstützen und der Mama helfen, dass ihr kleines Baby eines Tages groß und stark wird und sich wie ihre ältere Schwester wacker durchs Leben schlägt.

      
   Ndahafa and Naly